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Montag, 20. Dezember 2010

bergmannssiedlung in essen-katernberg, drokamp und nienhuser busch ehem ottekampshof


fotografiert von wausk in 2009/2011

Siedlung Ottekampshof

Baudenkmal 0912 / 23.11.2000

Merkmale:Katernberg hat sich im 19. Jahrhundert von einer dörflich strukturierten Bauernschaft zu einer Industriekommune entwickelt .
1847 wurde der erste Tiefschacht durch Franz Haniel niedergebracht. Bis 1903 folgten 10 Schächte. Zollverein wurde zur größten und modernsten Schachtanlage Europas. Die Folge war eine Bevölkerungsexplosion, die den Wohnungsbau notwendig machte.
Als erste Siedlung entstand ca. 1860 der Hegemannshof und anschließend um 1870 der Ottekampshof. Die beiden Siedlungen gehören zu den ältesten Bergarbeitersiedlungen des Ruhrgebiets.
Von der ehemaligen Siedlungsanlage Ottekampshof, die drei parallel verlaufende Straßenzüge und einige kleinere Querstraßen umfaßte, existieren heute nur noch die Häuser am Nienhuser Busch (bis zur Straße Weckenkamp) und Drokamp.



drokamp






2011 







                      optische veränderungen stehen ständig an.
                      um diesen haus herum wurde der 
                      vorgarten und eingangsbereich verschönert.
                                                             2011



2009


2. Drokamp 1 - 39 und 2 - 36
Der Drokamp ist eine baumbestandene Straße, die in einem Wendehammer endet und beidseitig mit Arbeiterwohnhäusern, die in den Jahren 1896 - 1898 errichtet wurden, für jeweils vier Parteien bebaut ist. 1-geschossig mit ausgebautem Dachgeschoss und in Backsteinmauerwerk errichtet; von den vier Fensterachsen der Traufseite sind zwei risalitartig vorgezogen, darüber liegt ein mächtiges Zwerchhaus; der Sockel ist hoch, die Kellerfenster liegen teilweise frei; an beiden Giebelseiten und an der rückwärtigen Traufseite liegt jeweils ein kleiner schmaler, von einem Satteldach gedeckter verputzter Anbau, an den Giebelseiten befindet sich darin ein Eingang, an der rückwärtigen Traufseite sind es zwei, die Häuser sind für vier Parteien gebaut worden; die Fenster sind stichbogig und haben Blendrahmen mit Rechteckquerschnitt; die ursprünglich vorhandenen Hausgärten wurden zugunsten einer allen zugänglichen Anlage aufgegeben.



                                                nienhuser busch









link zum nienhuser busch
1. Nienhuser Busch 9 - 27 und 6 – 28
Der Nienhuser Busch ist eine beidseitig mit Wohnhäusern in den Jahren 1893 bis 1896 bebaute Straße; es ist nur ein Gebäudetyp vorhanden. l 1/2-geschossiges Backsteinwohnhaus für vier Parteien mit schmaleren, niederen Anbauten an beiden Giebelseiten; hoher abgesetzter Sockel mit freiliegenden Kellerfenstern, umlaufendes Geschossgesims mit Rechteckquerschnitt, verkröpftes, gestuftes Traufgesims, jeweils zwei seitliche Eingänge an beiden Traufseiten; alle Öffnungen stichbogig, Zwillingsfenster im Drempel; in den Anbauten befanden sich ehemals Ställe.






Alle Siedlungen von Zollverein weisen die Zuordnung der Einzelhausteile auf, die typisch für den frühen Arbeiterwohnungsbau ist. Die Siedlungen in Katernberg, klar abgegrenzt und in eindeutiger Zuordnung zu den Schächten, bestimmen die Siedlungsstruktur. Wenn man anerkennen muss, dass die Ausweitung des Bergbaues die Geschichte des Ruhrgebiets und darüberhinaus Deutschlands geprägt hat, dass neben anderen das Ruhrrevier zu den bedeutendsten Industriezentren gehört, dann ist die gegebene Anschaulichkeit der strukturellen und siedlungsgeschichtlichen Zusammenhänge entsprechend dem Denkmalschutzgesetz (DSchG) NRW von eminenter historischer Bedeutung.
In Katernberg ist das Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten besonders anschaulich und prägt das Ortbild. Diese Verdeutlichung des gegebenen Zusammenhanges steigert zugleich den Wert jeder zugehörigen Siedlung, dies trifft auf die Siedlung Ottekampshof in unmittelbarer Nähe von Zeche Zollverein Schacht IV, V, XI als Teil eindeutig zu.
Durch den Ottekampshof werden die genannten Strukturen das Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten in einem bedeutenden Stadtteil von Essen, einer bedeutenden Industriestadt des Ruhrgebiets, besonders anschaulich. Damit ist die Siedlung Ottekampshof zeitgeschichtlich, architektonisch und städtebaulich bedeutend. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Dokument der Lebensverhältnisse der Bergbauarbeiter zum Ende des 19. Jahrhunderts und daher bedeutend für Erkenntnisse der Arbeits- und Produktionsverhältnisse und ebenso bedeutsam für die soziologische Geschichte des Menschen. Aus den o. g. Gründen liegt die Erhaltung und Nutzung der Siedlung Ottekampshof aus wissenschaftlichen und städtebaulichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die Siedlung Ottekampshof ist durch die Umstände ihrer Enstehung - hinsichtlich ihrer historischen, städtebaulichen und soziologischen Konzeption - als Mehrheit von baulichen Anlagen gemäß § 2 Abs. 1 und 2 DSchG als ein Baudenkmalenkmal zu werten und zu schützen.

(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 17.02.2001)
 

http://cliolink.de/denkmalliste/bezirk06/katernberg/000000952212ac88d.html

Donnerstag, 14. Oktober 2010

denkmalgeschützte wohnhäuser kolonie zollverein III (schlägel&eisen) in essen-katernberg, ückendorferstr


fotografiert von wausk in 2009


...Um die Jahrhundertwende entstanden für die höheren Ränge bei Zollverein gegenüber der Schlägelstraße zwei weitere mächtige zweigeschossige Bauten. Die Verwendung von Putz im zusätzlichen Dachgeschoss verleiht den wuchtigen Massen größere Leichtigkeit. Aus dem Dach heben sich zwei Zwerchhäuser, große Dachgauben, mit kleinen Türmchen heraus. Von hier aus sind die schrägen Räume der Dachetage zumindest großzügig zu beleuchten....













Die Beamtenhäuser aus dem Jahr 1883 an der Ückendorfer Straße (84/86, 102/104, 110/112 und 118/120) sind zweigeschossige Backsteinbauten, bei denen die Fassade durch Lisenen und Geschoss- und Sohlbankgesims in Fensterhöhe sowie ein verkröpftes Gesims aufwendiger gegliedert ist, ohne dass jedoch ein anderes Material als Ziegel verwendet worden wäre. Eine spätklassizistische und durchaus repräsentativ wirkende Formensprache wird hier auf die Backsteinarchitektur übertragen.


quelle:
http://www.cliolink.de/denkmalliste/bezirk06/katernberg/000000952212ac992.html

Merkmale:Als 1880 der dritte Schacht von Zollverein abgeteuft wurde, stellte die Familie Haniel Bauantrag auf Errichtung auf "sechzehn vierfache Arbeiterhäuser" und "zwei dreifache Beamtenhäuser". In der Nähe der neuen Schachtanlage III entstand in der Schlägel- und Eisenstraße die dritte Arbeiterkolonie. Sie liegt so, dass auch die Anlage I/II von dort bequem zu erreichen war.
Arbeiter und Beamte wurden nicht gemischt. "Für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Kolonien sind besondere Aufseher angestellt, die auch darüber zu wachen haben, dass die in den Miethverträgen enthaltenen Bestimmungen über die Hausordnung befolgt werden", berichtet Robert Hundt über Zollverein 1902. So kann man aus einem höheren Beamtenwohnhaus an der Ückendorfer Straße in die Schlägelstraße hinein, oder gar auf sie herabschauen. Es mag wohl sein, dass die Vorgesetzten hier auch nach Feierabend ein Auge auf die Disziplin zu richten hatten.

Dienstag, 1. Juni 2010

heutige arztpraxis in essen-katernberg, termeerhöfe, ehem.marienhaus (gen.klösterken)


fotografiert von wausk in 2009



unter diesem link ist ein altes bild zu sehen


Merkmale:Bei dem Gebäude handelt es sich um ein 2-geschossiges Backsteingebäude, bestehend aus zwei gleich hohen Trakten. Der traufständige 4-achsige Teil hat ein einseitig ausgebildetes Mansarddach mit Dachreiter und einen stichbogigen Eingang. Angebaut an diesen Trakt ist ein giebelständiger Bauteil, dessen Traufseite einen weiteren Eingang aufweist. Außerdem weist das Gebäude Ecklisenen [sowie] ein reich gegliedertes Geschoßgesims auf und die Traufzone ist mit Rundbogenfries ausgestattet. Der überwiegende Teil der Öffnung ist stichbogig, wobei einige spitzbogige Fenster (z.T. zugesetzt) an der Rückseite und am Giebeldreieck zu finden sind.
Das Gebäude ist als soziale Einrichtung zur Zeit der Industrialisierung erbaut worden. Zweck des Gebäudes war es, durch Ordensschwestern eine ambulante Krankenpflege, eine Bewahrschule für Kinder und eine Nähschule einzurichten. Später wurde das Gebäude noch als Kindergarten, Versammlungs- und Begegnungsstätte und zum Schluß als Altenheim genutzt. Im Volksmund wird das Gebäude auch heute noch "dat Klösterken" genannt.
Aus den vorgenannten Gründen ist das Gebäude bedeutend für die Geschichte des Menschen und für die Ortsgeschichte von Katernberg. Für die Erhaltung und Nutzung des Gebäudes sprechen wissenschaftliche, insbesondere volkskundliche Gründe sowie Gründe der Sozialgeschichte (Zeugniswert). Darüberhinaus ist es für die Forschungstätigkeit der Wissenschaft notwendig und stellt ein geeignetes didaktisches Anschauungsobjekt dar.

(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)



http://cliolink.de/denkmalliste/bezirk06/katernberg/000000952212ac233.html

Sonntag, 30. Mai 2010

alter erhaltener und restaurierter bauernhof in essen-katernberg, dortmannhof

fotografiert von wausk in 2009



Merkmale:Ehemaliges Behandigungsgut des Stiftes Essen, das urkundlich bereits 1552 mit den damals dort aufsitzenden Eheleuten Heinrich und Grete Dortmann erwähnt ist. Das jetzige mächtige Fachwerkhaus wurde 1791 (lt. Inschrift auf dem Spruchbalken über der giebelseitigen Einfahrt im Wirtschaftgiebel) errichtet. Der in Ständerbauweise errichtete Fachwerkbau ist geprägt durch kräftiges Balkenwerk und den zahlreichen geschoßhohen naturgebogenen Windstreben. Über dem Zugang zum Wohnteil sind die Hölzer ornamental in X-Formen angeordnet. Dieser Teil des Hauses ist weiterhin durch eine hölzerne Inschriftplatte hervorgehoben. Die Grundrißgliederung dieses niederdeutschen Hallenhauses mit Stall- und Wohnteil ist weitgehend erhalten. Im Stallteil befindet sich noch teilweise der alte Fußboden. Im Wohnteil liegt an zentraler Stelle die hohe und geräumige Diele von der aus eine Treppe in das Obergeschoß führt. Die Hofanlage wird im Osten durch ein im 19. Jh. angefügten zweiflügeligen Fachwerkwirtschaftstrakt ergänzt.
Der Dortmannhof ist als ehem. Behandigungsgut des Stiftes von historischer Bedeutung. In seiner Fachwerkarchitektur sind handwerkliche Traditionen des Essener Landes dokumentiert. Durch die erhaltene Grundrißgliederung werden die Lebensverhältnisse der großbäuerlichen Bevölkerung im 18. Jh. überliefert. Insofern ist der Dortmannhof bedeutend für die Geschichte der Menschen. Seine Erhaltung und Nutzung liegt aus volkskundlichen und wissenschaftlichen, besonders architekturgeschichtlichen Interesse, wobei sein Wert geprägt wird durch die Möglichkeit zur Ergänzung der vorliegenden hauskundlichen Forschung zum niederdeutschen Hallenhauses.

(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)


https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-NF-20100525-0004

Samstag, 22. Mai 2010

heute wohnhaus in essen-katernberg, ab 1895 als verwaltungssitz einer dachziegelei und von 1909-1923 eine private "höhere Mädchenschule" haldenstr 54


fotografiert von wausk in 2009


Merkmale:1895 inschriftlich datiert;
Angeblich ehem. Mädchenschule höherer Zechenangestellter, das 2 1/2 -geschossige aus Ziegelmauerwerk errichtete Haus hat einen schwach erkennbaren T-förmigen Grundriß; der schmalere längere Teil hat straßenseitig 5 Fensterachsen, von denen die letzten beiden risalitartig vorgezogen sind und von einem Dreiecksgiebel überfangen werden; der quergestellte Teil endet straßenseitig in einen turmartigen Eckerker mit Rechteckgrundriß und gedrungenem Mansarddach; das Haus erhält seinen Schmuck durch Flächenreliefs aus Formziegeln in neuromanischen Formen; die Fenster sind teilweise rundbogig, teilweise spitzbogig, sie sind im EG durch ein umlaufendes Formenziegelband oberhalb des Sturzes betont, im OG durch profilierte Blendrahmen; stark betonte Traufgesimse.

(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)

https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-NF-20100525-0009


An der Haldenstrstr fällt der Blick auf drei stattliche Ziegelbauten:
zwei Steigerhäuser und den ehemaligen Verwaltungsgebäude von 1895, dessen Fassade sich durch phantasievollen Zeigeldekor auszeichnet, diente 1909-1923 als private "höhere Mädchenschule" 
quelle:

Das Ruhrgebiet: vom "goldenen" Mittelalter zur Industriekultur

 Von Thomas Parent
http://books.google.de/books?id=Mm8_V2jVwugC&pg=PA352&lpg=PA352&dq=geschichtliches+%C3%BCber+essen-katernberg&source=bl&ots=2ZjlAgqnYI&si#v=onepage&q&f=false


http://maps.google.de/maps?q=essen+imkerweg&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=Imkerweg,+D-45329+Essen&gl=de&ei=maT5S_WkFceaOJr4rJUM&sa=X&oi=geocode_result&ct=title&resnum=1&ved=0CBoQ8gEwAA

Freitag, 21. Mai 2010

ehem.steigerwohnhaus in essen-katernberg, haldenstr 50


fotografiert von wausk in 2009



Merkmale:Datiert ca. 1880-90;
Zweigeschossiger, traufenständiger, vierachsiger Backsteinbau mit Formziegel- und Terrakottadekor; Fenster stichbogig; im EG Öffnungen mit Formziegelrahmung, Geschoßtrennungsgesims mit Mäanderfries; im 1. OG Brüstungsfelder mit Terrakottaplatten, Fensterbekrönungen mit Palmetten, Traufgesims; an der linken Giebelseite später angebauter Windfang über beide Geschosse, im EG rundbogiger Zugang; Giebelseite mit Blendfenstern und Treppenfries.

(aus: Denkmalliste der Stadt Essen, Stand: 01.02.2001)
https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-NF-20100525-0008


http://maps.google.de/maps?q=essen+imkerweg&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=Imkerweg,+D-45329+Essen&gl=de&ei=maT5S_WkFceaOJr4rJUM&sa=X&oi=geocode_result&ct=title&resnum=1&ved=0CBoQ8gEwAA